
Cannabis Überdüngung | Was tun? Hanfbayer Ratgeber
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Lesezeit: 7 min
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Überdüngung tritt auf, wenn Cannabispflanzen mehr Nährstoffe erhalten, als sie benötigen. Dies kann schnell zu einem Nährstoffungleichgewicht führen, das die Gesundheit Ihrer Pflanzen beeinträchtigen kann. Überdüngte Pflanzen zeigen oft Symptome, die leicht mit Mangelerscheinungen verwechselt werden können.
Cannabis Überdüngung kann aus verschiedenen Gründen auftreten. Eine häufige Ursache ist das Missverständnis der Nährstoffanforderungen der Pflanze. Züchter könnten versucht sein, die Düngermenge zu erhöhen, in der Annahme, dass mehr Nährstoffe zu schnellerem Wachstum führen.
Ein weiterer Grund ist die Verwendung von vorgedüngten Erdmischungen, die in Kombination mit zusätzlichem Dünger schnell zu einer Überdüngung führen können.
Die Auswirkungen der Überdüngung gehen über das sichtbare Erscheinungsbild der Pflanze hinaus. Langfristig kann ein Nährstoffüberschuss die Bodenstruktur und die mikrobielle Aktivität negativ beeinflussen. Dies kann die Nährstoffaufnahme weiter behindern und zu einem Teufelskreis von Überdüngung und Mangelerscheinungen führen. Darüber hinaus können einige Nährstoffe in hohen Konzentrationen toxisch für die Pflanze werden.
Es ist wichtig, die Anzeichen von Überdüngung von denen eines Nährstoffmangels zu unterscheiden. Während beide Probleme das Wachstum beeinträchtigen können, zeigen sich Mängel oft durch blasse oder gelbe Blätter, während Überdüngung zu dunklen, verbrannten Blättern führt. Ein gründliches Verständnis der Symptome kann Züchtern helfen, die richtige Diagnose zu stellen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.
Eines der häufigsten Anzeichen für Überdüngung sind verbrannte Blattspitzen. Die Blattspitzen verfärben sich gelb oder braun und rollen sich nach oben oder unten. Dies wird oft als "Nährstoffbrand" bezeichnet und ist ein klares Signal dafür, dass die Pflanze überlastet ist. Der Nährstoffbrand entsteht in der Regel durch einen Überschuss an Salzen, die sich an den Blattspitzen ansammeln und sie austrocknen lassen.
Während gesunde Cannabispflanzen ein sattes Grün haben, können überdüngte Pflanzen dunkelgrüne Blätter entwickeln. Dies ist häufig ein Zeichen dafür, dass die Pflanze zu viel Stickstoff erhält, was ihr Wachstum beeinträchtigen kann. Dunkelgrüne Blätter können auch auf ein Ungleichgewicht anderer Nährstoffe hinweisen, die das natürliche Wachstumshormon der Pflanze stören. Ein Übermaß an Stickstoff verlangsamt nicht nur das Wachstum, sondern kann auch die Blütephase negativ beeinflussen.
Blätter, die sich nach unten rollen oder gekraust aussehen, sind ein weiteres Anzeichen für Überdüngung. Dies tritt auf, wenn die Pflanze versucht, die überschüssigen Nährstoffe abzuwehren. Das Rollen der Blätter ist ein Schutzmechanismus, der die Verdunstungsoberfläche verringert, um den Wasserverlust zu minimieren. In extremen Fällen kann dies die Photosynthese beeinträchtigen und das allgemeine Wohlbefinden der Pflanze verschlechtern.
Wenn Ihre Pflanzen langsamer wachsen als erwartet, könnte dies ein Hinweis darauf sein, dass sie überdüngt sind. Übermäßige Nährstoffe können die Wurzeln schädigen und die Nährstoffaufnahme behindern. Verlangsamtes Wachstum ist oft das Ergebnis von Wurzelschäden, da übermäßige Nährstoffe die Wurzelhaare verbrennen und deren Fähigkeit zur Nährstoffaufnahme einschränken. Ein weiterer Grund könnte ein Ungleichgewicht im Nährstoffverhältnis sein, das die Energieverteilung innerhalb der Pflanze stört.
Verbrannte Blattspitzen: Gelb oder braun verfärbt, oft eingerollt („Nährstoffbrand“)
Dunkelgrüne Blätter: Hinweis auf zu viel Stickstoff oder Nährstoffungleichgewicht.
Nach unten gerollte oder verkrüppelte Blätter: Schutzreaktion der Pflanze gegen überschüssige Nährstoffe.
Verlangsamtes Wachstum: Überdüngung schädigt die Wurzeln und hemmt die Nährstoffaufnahme.
Die effektivste Methode, um Überdüngung zu beheben, ist das Spülen der Pflanzen. Dabei wird der Boden mit klarem, pH-ausgeglichenem Wasser gespült, um überschüssige Nährstoffe zu entfernen. Stellen Sie sicher, dass das Wasser gut abläuft, um Wurzelfäule zu vermeiden. Wiederholen Sie den Spülvorgang gegebenenfalls, bis die Drainage klar ist und keine Anzeichen von Nährstoffansammlung mehr bestehen.
Reduzieren Sie die Menge an Dünger, die Sie Ihren Pflanzen geben. Verwenden Sie eine leichtere Düngemischung oder verlängern Sie die Zeit zwischen den Düngergaben. Es ist wichtig, die Pflanzen genau zu beobachten, um sicherzustellen, dass sie sich erholen. Eine schrittweise Anpassung kann helfen, die Pflanzen sanft wieder ins Gleichgewicht zu bringen und zukünftige Überdüngung zu verhindern.
Ein unausgeglichener pH-Wert kann die Nährstoffaufnahme beeinträchtigen und zu Überdüngung führen. Testen Sie den pH-Wert Ihres Bodens und passen Sie ihn gegebenenfalls an, um sicherzustellen, dass Ihre Pflanzen die Nährstoffe effektiv aufnehmen können. Ein pH-Wert, der außerhalb des optimalen Bereichs liegt (zwischen 6 und 7 in Erde), kann die Verfügbarkeit bestimmter Nährstoffe einschränken oder erhöhen, was zur Überdüngung beitragen kann.
Erwägen Sie den Wechsel zu organischen Düngemitteln, die eine langsamere Freisetzung von Nährstoffen bieten. Dies kann das Risiko einer Überdüngung verringern und gleichzeitig das Bodenleben unterstützen. Organische Düngemittel fördern das mikrobielle Leben im Boden, was zu einer besseren Nährstoffverfügbarkeit und einer gesünderen Bodenstruktur führt. Langfristig kann dies zu einer robusteren und widerstandsfähigeren Pflanze führen.
Achten Sie darauf, die Anweisungen auf den Düngemittelverpackungen genau zu befolgen. Es ist besser, mit einer geringeren Dosierung zu beginnen und diese allmählich zu erhöhen, je nachdem, wie Ihre Pflanzen reagieren. Durch einen konservativen Ansatz können Sie die Pflanzen an die Nährstoffzufuhr gewöhnen und das Risiko einer Überdüngung minimieren.
Beobachten Sie Ihre Pflanzen regelmäßig auf Anzeichen von Überdüngung. Je früher Sie die Symptome erkennen, desto schneller können Sie Maßnahmen ergreifen, um das Problem zu beheben. Eine regelmäßige Überwachung ermöglicht es Ihnen, proaktiv zu handeln und potenzielle Probleme zu identifizieren, bevor sie sich verschlimmern.
Jede Cannabissorte kann unterschiedliche Nährstoffbedürfnisse haben. Informieren Sie sich über die spezifischen Anforderungen Ihrer Pflanzen, um die richtige Pflege zu gewährleisten. Ein fundiertes Wissen über die Bedürfnisse Ihrer Pflanzen kann Ihnen helfen, maßgeschneiderte Düngeschemata zu entwickeln, die das Wachstum der Cannabispflanzen optimieren.
Bodenhilfsstoffe wie Huminsäuren können die Nährstoffaufnahme verbessern und das Risiko einer Überdüngung verringern. Diese organische Verbindungen erhöhen die Wurzeloberfläche und verbessern die Fähigkeit der Pflanze, Nährstoffe effizient zu nutzen. Die Integration solcher Hilfsstoffe kann zu einer nachhaltigeren und gesünderen Pflanzenumgebung führen.
Niedrige Nährstoffdichte: Living Root enthält bewusst nur sehr wenige Nährstoffe. Dadurch ist es praktisch unmöglich, die Pflanzen zu überdüngen – selbst wenn versehentlich etwas mehr verwendet wird.
Mikroorganismen statt Mineraldünger: Die Hauptwirkung beruht auf effektiven Mikroorganismen, Huminsäuren und spagyrischen Essenzen, nicht auf konzentrierten Nährstoffen. Diese beleben das Substrat, fördern die Wurzelgesundheit und verbessern die Nährstoffaufnahme – ohne das Risiko einer Salzansammlung oder Wurzelschäden.
Einfache Dosierung: Die Anwendung ist unkompliziert: 1 Teil Living Root auf 20 Teile Wasser verdünnen und 1–2x pro Woche gießen.
Fehlerverzeihend: Durch die niedrige Nährstoffkonzentration ist eine Überdüngung praktisch ausgeschlossen – ideal für Einsteiger, die noch kein Gefühl für die richtige Dosierung entwickelt haben.
Fördert gesundes Wachstum: Die enthaltenen Mikroorganismen und Huminsäuren unterstützen die Wurzelentwicklung und sorgen für kräftige, gesunde Pflanzen – auch ohne tiefergehende Gärtnerkenntnisse.
Mikroorganismen statt Mineraldünger: Die Hauptwirkung beruht auf effektiven Mikroorganismen, Huminsäuren und spagyrischen Essenzen, nicht auf konzentrierten Nährstoffen. Diese beleben das Substrat, fördern die Wurzelgesundheit und verbessern die Nährstoffaufnahme.
Nachhaltig und natürlich: Das Produkt basiert auf natürlichen Inhaltsstoffen und ist für Bio-Gärtner geeignet.
Einfache Dosierung: Die Anwendung ist unkompliziert: 1 Teil Living Root auf 20 Teile Wasser verdünnen und 1–2x pro Woche gießen.
Bei überdüngten Cannabis-Pflanzen misst man vor allem den pH-Wert und den EC-Wert (elektrische Leitfähigkeit), um den Zustand des Substrats und die Nährstoffkonzentration zu kontrollieren. Diese Messungen helfen, Überdüngung frühzeitig zu erkennen und gezielt gegenzusteuern.
EC-Wert: Der EC-Wert gibt Auskunft über die Menge gelöster Salze (Nährstoffe) im Substrat oder in der Nährlösung. Ein zu hoher EC-Wert weist auf eine Überdüngung hin. Gemessen wird mit einem EC-Messgerät, das ebenfalls in eine Wasserprobe oder Nährlösung gehalten wird.
Ablauf der Messung:
Regelmäßige Kontrolle dieser Werte ist entscheidend, um Überdüngung zu vermeiden und die Gesundheit der Pflanzen zu sichern. Typische Symptome wie verbrannte Blattspitzen, dunkelgrüne oder gekräuselte Blätter und verlangsamtes Wachstum deuten zusätzlich auf eine Überdüngung hin.
Überdüngung bei Cannabis tritt auf, wenn die Pflanzen mehr Nährstoffe erhalten, als sie benötigen. Dies führt zu einem Nährstoffungleichgewicht und kann die Gesundheit sowie das Wachstum der Pflanze stark beeinträchtigen.
Typische Anzeichen sind:
Neben sichtbaren Schäden an den Blättern kann ein Nährstoffüberschuss die Bodenstruktur und das mikrobielle Leben negativ beeinflussen, die Nährstoffaufnahme behindern und zu toxischen Konzentrationen einzelner Nährstoffe führen.
Hanfbayer "Living Root" verhindert Überdüngung:
Bodenhilfsstoffe wie Huminsäuren können die Nährstoffaufnahme verbessern und das Risiko einer Überdüngung verringern. Diese organische Verbindungen erhöhen die Wurzeloberfläche und verbessern die Fähigkeit der Pflanze, Nährstoffe effizient zu nutzen. Die Integration solcher Hilfsstoffe kann zu einer nachhaltigeren und gesünderen Pflanzenumgebung führen.